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Vegane Kinderernährung

Kann man Kinder vegan ernähren?Das Thema Ernährung ist für Eltern enorm wichtig. Bei kaum einem Thema zu Gesundheit haben sie mehr Einfluss als auf die Ernährung. Kind essen, was sie angeboten bekommen. Richtwerte erhalten Eltern dabei durch Empfehlungen großer Gesundheitsorganisationen oder dem eigenen Kinderarzt. Häufig wird die Auswahl an Lebensmitteln aber auch noch durch andere Dinge beeinflusst. So können auch religiöse Aspekte (wie der Verzicht auf Rind bei Buddhisten oder Schweinefleisch bei Moslems) oder andere Überzeugungen Einfluss auf die Ernährung haben. Aktuell häufig zur Sprache kommt die vegane Ernährung. Aber, was heißt es eigentlich sich vegan zu ernähren? Vor allem bedeutet es eine große Umstellung zur allgemein üblichen Küche und zu Recht werden sich Eltern fragen, ob diese Ernährungsweise überhaupt etwas für ihre Kinder und deren Gesundheit ist.

Was genau bedeutet Kinder vegan zu ernähren?

Bei einer veganen Ernährungsweise wird auf sämtliche tierische Produkte verzichtet; also nicht nur auf tierisches Fleisch und Fisch, sondern auch auf die Erzeugnisse von Tieren, d.h. auch auf Honig, Eier und Milchprodukte.

Der Begriff “vegan” geht eigentlich auch noch weit über die reine Ernährung hinaus und schließt auch die Nutzung tierischer Produkte wie Wolle, Leder und Seide für einen Veganer aus. Kosmetische Produkte oder Haushaltsmittel, die mit Tierversuchen getestet wurden, sind ebenfalls tabu.

Was spricht für oder gegen vegane Kinderernährung?

Pro vegane Ernährung bei Kindern

Wer sich in unserer Gesellschaft für eine vegane Ernährung entscheidet, tut dies aus purer Überzeugung. Es ist das Wohl der Tiere, dass den Verzicht auf Tierprodukte rechtfertigt. Viele Veganer sind auch der Überzeugung sich nicht nur tierfreundlicher, sondern auch gesünderzu ernähren, da viele bei der Herstellung von Tierprodukten notwendigen Medikamente oder umweltschädliche Produkte wie Düngemittel etc. dann nicht in den Körper gelangen. Ernährt man bereits Kinder vegan, so nimmt man direkten Einfluss auf die spätere Ernährung. Viele der veganen Lebensmittel sind so ganz selbstverständlich im Alltag integriert. Auch eine gewisse Wertevermittlung ist nicht von der Hand zu weisen.

Kontra vegane Ernährung bei Kindern

Da eine große Menge an Lebensmitteln für eine ausgewogene Ernährung wegfallen, ist die Gefahr eines Nährstoffmangels sehr groß. Es ist äußerst schwierig, die nötige Energiezufuhr, die ein Säugling oder Kind für Wachstum und Entwicklung benötigt, durch die eingeschränkte Ernährung sicherzustellen. Anders als bei einem Erwachsenen können kurzfristige Mängel an benötigten Nährstoffen langfristige Nebenwirkungen verursachen. Bekommt der Organismus nicht genügend lebenswichtige Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, leidet die Gesundheit massiv. So führt eine Unterversorgung im Kindesalter beispielsweise zu Störungen der Blutbildung, Wachstumsverzögerung und bleibenden neurologischen Schäden.

Ein Kind mit veganer Ernährung ausreichend mit allen benötigten Nährstoffen zu versorgen bedarf sehr viel Ernährungswissen. Nur wenige Eltern haben dieses Wissen ausreichend um das Kind nicht zu gefährden. Eine ausschließlich vegane Ernährung im gesamten Kindesalter hält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung deshalb für ungeeignet!

Eine schöne Alternative die veganen Überzeugungen trotzdem an sein Kind zu vermitteln und auch von den gesundheitlichen Aspekten der veganen Ernährung zu profitieren ist das Einlegen von veganen Tagen, unterbrochen von regelmäßigen Mahlzeiten mit tierischen Produkten. 

Vorwiegend vegan ernährten Kindern fehlt es häufig vorallem an Vitamin B12. Eine ausreichende Menge dieses Vitamins sollte deshalb auch bei erfahrenen Veganern grundsätzlich durch die Einnahme von Tabletten sichergestellt werden.

Ideen für einen “veganen Tag”

Tolle vegane Rezeptideen für Kinder gibt es im Internet und speziellen Kochbüchern, die einen “veganen Tag” in der Woche zum Geschmackserlebnis machen. Ein Speiseplan könnte zum Beispiel so aussehen:[arrow_list]

  • Frühstück:
    Vollkornbrötchen mit Marmelade und Sojaaufschnitt, Gurke- und Karottensticks, dazu Mineralwasser und Orangensaft
  • Hauptgerichte:
    gebratener Reis mit Gemüse und Bambussprossen, bunter Salatteller oder Tofu-Bandnudeln mit Tomatensauce und gebratenen Pilzen
  • Abendessen:
    Tofu- und Auberginen-Spieße oder Gemüsesuppe
  • Zwischendurch:
    Maisfladenbrot mit Wassermelone oder Banane

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